Mobile Times Was gibt es Neues?
Startseite : Services : Stories : Was gibt es Neues?


Services
Roaminghandbücher
Abonnieren
Nachbestellservice
Leserbriefe

Wir über uns
Unser Team
Impressum / Kontakt
Inserieren

Aktionen
Gewinnspiel

Rubriken
Forum
Handymarkt
Handytests
Roaming Weltweit
(jede Woche neu)
Archiv
Business Club

Was gibt es Neues?
<< | 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | >>
2010-09-20: MOBILE TIMES Weekly 0364
Sunrise doch verkauft - Darf SRG online werben?
    Überraschung am Wochenende: TDC verkauft Sunrise an CVC Capital Partners. Der Wert von Sunrise liegt nach der Vereinbarung bei 3,3 Milliarden Franken. CVC hege die Absicht, so heisst es, ihre Aktivitäten im Telekommunikationssektor zu erweitern und ermögliche es Sunrise, ihre herausfordernde Strategie am Schweizerischen Markt fortzusetzen. CVC ist ein so genanntes «Private-Equity-Unternehmen». Der Abschluss dieser Transaktion wird für das vierte Quartal 2010 erwartet, sobald die Genehmigungen der schweizerischen Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden eingeholt sind. Was der Kauf wirklich bedeutet, wird die nächste Zukunft zeigen. Sehr häufig sind solche Übernahmen durch Kapitalanleger nur ein Zwischenschritt zum Kauf durch einen anderen internationalen Netzbetreiber, der vorher genauer, als es eine Buchprüfung ermöglicht, wissen will, was er da wirklich kauft.
    Was in Österreich lange üblich war, aber jetzt beschnitten werden soll, in Deutschland aber untersagt ist, will der Bundesrat nun der SRG erlauben: Online-Werbung auf den Web-Portalen. Der Aufschrei der Privaten ist nicht zu überhören: Die gebührenfinanzierten Angebote der SRG konkurrenzieren nun auch im Internet die Privatwirtschaft. Die Gebührenfinanzierung sorge dabei für eine massive Benachteiligung der kommerziellen Anbieter. Die verlangen, dass das Online-Werbeverbot auf keinen Fall aufgeweicht werden darf.
    Noch mehr fürchtet man sich vor einer Lockerung im Bereich Live-Streaming. Alexis Caceda, CEO der Netstream AG: «Live-Streams im Internet gelten laut Bakom als ganz normale TV-Angebote und würden damit den geltenden Werberegeln unterliegen. Live-Übertragungen auf sf.tv könnten zukünftig ohne weiteres mit einem Werbeblock abschliessen oder eine Plattform für TV-Sponsoring bieten. Vor allem in den kommerziell interessanten Bereichen wie Sport und Entertainment bedeutet dies eine massive Benachteiligung für Anbieter ohne staatliche Finanzierung».
    Die Gerüchte haben doch gestimmt: Swisscom lanciert ein Übernahmeangebot in Höhe von 18 Euro pro Aktie für die Minderheitsanteile an Fastweb. Ziel von Swisscom ist es, sämtliche restlichen Minderheitsanteile an Fastweb in Höhe von 17,918% zu übernehmen und Fastweb von der Mailänder Börse zu nehmen. Der Gesamtkaufpreis beträgt mit dem gegenwärtigen Angebot 256 Millionen Euro. Fastweb hat laut Swisscom derzeit 1.693.800 Kunden für Breitbanddienste und erzielte 2009 einen Umsatz von 1,853 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis (EBIT) von 138 Millionen
    Intel hat den Mobilfunkbereich von Infineon (ehemals Siemens) gekauft. Intel hatte in diesem Bereich schon länger eine Partnerschaft mit Infineon und übernimmt nun rund 3.400 Mitarbeiter, das Geschäft mit Mobilfunkmodems und die Forschungsergebnisse für künftige Produkte einschliesslich 4G/LTE. Kurz davor hat Intel auch das Kabelmodemgeschäft von Texas Instruments und die komplette Sicherheitsfirma McAfee aufgekauft. Was den Infineon-Kauf so spannend macht, ist die Tatsache, dass Infineon in diesem Bereich den ARM-Kern nutzt - um den sich Intel schon lange ziemlich erfolglos bemüht. Der Intel-Versuch eigene Prozessoren auf ARM-Basis zu entwickeln, endete ja 2006 mit dem Verkauf der PXA-Prozessorenlinie an Marvell.
    Zwei überraschende Untersuchungen können wir diesmal in MOBILE TIMES Weekly präsentieren: Die dänische Secunia hat festgestellt, dass bei der Gesamtzahl der Schwachstellen - unabhängig von ihrer potentiellen Gefährlichkeit - Apple inzwischen führt. Man hat damit den bisherigen Spitzenreiter Oracle (eigentlich Sun Microsystems, aber die sind ja jetzt Oracle) verdrängt. Microsoft bleibt stabiler Dritter. Die zweite Untersuchung stammt vom deutschen Institut für angewandte Sozialwissenschaft infas und besagt nicht mehr und nicht weniger, als dass Leute, die nur ein Handy kein Festnetz haben, eher zum ärmeren Teil der Bevölkerung gehören. Wenn Sie also demnächst jemanden mit dem Handy im Internet surfen sehen, bedauern Sie ihn - es könnte sein, dass er aus finanziellen Gründen gar nicht anders kann.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-09-07: MOBILE TIMES Weekly 0363
DECT stört UMTS - 40 Jahre Interdiscount - Swico klagt
Das BAKOM hat darauf hingewiesen, dass Störungen in den UMTS-Netzen seit einigen Monaten immer häufiger auftreten. Als Ursache ortet die Behörde DECT Schnurlostelefone, die ausserhalb Europas oder im Internet gekauft wurden. Das BAKOM schliesst nicht aus, dass Personen, die solche Schnurlostelefone eingeführt und verwendet haben, für die Kosten der Störungssuche und -behebung aufkommen müssen und empfiehlt dem Publikum, ihre DECT-Schnurlostelefone in der Schweiz oder Europa im Fachhandel zu kaufen, um keine Störungen in den UMTS-Mobiltelefonienetzen zu verursachen. Solche Störungen würden einen Eingriff des BAKOM und die Ausserbetriebsetzung des Schnurlostelefons nach sich ziehen.
    40 Jahre Interdiscount - das wird gefeiert...
    Interdiscount feiert 40. Geburtstag. Damals wog die kleinste und leichteste Videokamera «nur» sieben Kilogramm. Ein Video-Rekorder kostete knapp 1'800 Franken und ein Handy für 5'690 Franken war ein echtes Schnäppchen. Im Jubiläumsjahr ist auf jedem Kassenbon ein Glückscode zu finden. Wer diesen via Internet oder SMS einsendet, spielt um insgesamt vier Millionen Franken. Ausserdem gibt es jeden Tag 40 Sofortpreise zu gewinnen.
    Der Wirtschaftsverband SWICO hat beim Bundesverwaltungsgericht in Bern Klage gegen den neuen «Gemeinsamen Tarif 4e» eingereicht. Damit geht der SWICO gerichtlich gegen die von der Eidgenössische Schiedskommission am 18. März 2010 beschlossenen Urheberrechtsabgaben auf Musikhandys vor. Nach Ansicht des Wirtschaftsverbands stellt dieser Musikhandytarif eine pauschale Geräteabgabe «nach dem Giesskannenprinzip» dar, die unnötig ist.
    Die neuesten Marktzahlen zeigen, dass Android zu einem ernsthaften Mitspieler im Markt der Betriebssysteme für Smartphones geworden ist. Weltweit hat Android Apple vom Platz 3 verdrängt. Davor liegen nur mehr Symbian und BlackBerry. Windows Mobile ist auf Platz 4 abgerutscht. In den USA, wo Symbian nach wie vor keine Rolle spielt - das war schon zu Zeiten als das Betriebssystem EPOC hiess und von Psion kam so - liegt Android sogar bereits auf Platz 1 vor BlackBerry und Apple. Vor diesem Hintergrund ist nun ziemlich klar, warum Microsoft das eigene Handymodell wieder einstellt. Die Gründe warum Google das eigene Android-Smartphone wieder sterben lässt, sind etwas komplexer und haben auch etwas mit der Marktmacht der Netzbetreiber zu tun.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-08-02: MOBILE TIMES Weekly 0362
Roamingregeln, Internetkriminalität und Apple-Probleme
Seit 1. Juli gibt es für Schweizer mehr Konsumentenschutz beim internationalen Roaming und bei der Nutzung von Mehrwertdiensten, denn da traten die Bestimmungen der revidierten Fernmeldeverordnung (FDV) in Kraft. Bekanntlich müssen die Mobilfunkanbieter bereits seit dem 1. Januar 2010 ihre Kunden bei Vertragsabschluss darüber informieren, wie sie die geltenden Tarife und die verfügbaren Tarifoptionen in Erfahrung bringen können. Nun müssen die Anbieter ihre Kunden beim Einwählen in ein fremdes Mobilfunknetz - z. B. per SMS - über die maximal anfallenden Kosten informieren: für Anrufe in die Schweiz, ankommende Anrufe, Anrufe vor Ort, Versand von SMS und Datenübertragung (inklusive Versand von MMS). Kunden, die keine entsprechende Information wünschen, müssen die Möglichkeit haben, ohne Umtriebe und kostenlos darauf zu verzichten. Seit 1. Juli muss zudem der Code zur Deaktivierung eines Push-Dienstes in jedem SMS oder MMS mitgeteilt werden. Bei der Preisangabe für 090x-Nummern muss - sowohl mündlich als auch in der Werbung - erwähnt werden, dass der Tarif für Anrufe ab dem Festnetz gilt. Erinnert wird auch daran, dass bereits seit dem 1. Januar 2010 Konsumenten, die ein SMS- oder MMS-Abonnement für Mehrwertdienste abschliessen (Push-Dienste), alle Informationen zu diesem Abonnement auf ihr Mobiltelefon gesendet werden. Wird die Annahme eines solchen Angebots nicht ausdrücklich über das entsprechende Gerät bestätigt, dürfen die Anbieter keine Gebühren verrechnen.
    Wie das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) mitteilt, ist die Registerbetreiberin der Domain «.ch» (SWITCH) unter gewissen Bedingungen verpflichtet, einen Domainnamen zu blockieren. Das beruht auf der Änderung der Verordnung über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich (AEFV; SR 784.104), mit der der Bundesrat Massnahmen zur Bekämpfung der Internetkriminalität einführte, die am 1. Januar 2010 in Kraft traten. SWITCH muss auf Antrag einer vom BAKOM anerkannten Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die der Domain «.ch» untergeordneten Domainnamen blockieren, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie genutzt werden, um mit unrechtmässigen Methoden an schützenswerte Daten von Dritten zu gelangen (Phishing) oder um schädliche Software (Malware) zu verbreiten. Die Anerkennung der Stellen, die bei SWITCH die Blockierung von Domainnamen beantragen können, ist Sache des BAKOM und erfolgt allenfalls auf ein schriftliches und begründetes Gesuch um Anerkennung beim BAKOM.
    Kurz vor dem Markstart in der Schweiz verlangten die Konsumentenschützer von der SKS (Stiftung für Konsumentenschutz) «Defektes iPhone 4 soll nicht verkauft werden!» und urgierte einen Aufschub des iPhone-Verkaufsstartes in der Schweiz. Es wäre absolut stossend, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das Experten und US-Konsumentenorganisationen als defekt beurteilen. Die SKS verlangte zudem, dass Apple glaubhaft garantieren müsse, in Zukunft ein funktionierendes iPhone 4 auf den Markt zu bringen. Die SKS hoffte darauf, «dass die Telekomanbieter sich nicht von den Verkaufsgewinnen locken lassen, sondern dem Kundenservice erste Priorität einräumen».
    Während dennoch die ersten Apple-Fans ihre iPhones 4 endlich abholen durften, nehmen die Probleme - echte und eingebildete - dennoch kein Ende. Das stört aber die Fans überhaupt nicht. Inzwischen hat Microsoft das erst vor zwei Monaten begonnene Smartphone-Abenteuer bereits wieder beendet. Das KIN wird Europa nie erreichen. Nokia verliert derweilen in Europa Marktanteile und steht knapp davor, von Samsung überholt zu werden. Die Situation erinnert ein wenig an 2006/2007. Damals stand Nokia angeblich kurz davor, von Motorola weltweit überholt zu werden...
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-07-05: MOBILE TIMES Weekly 0361
Von iPhone und Elektronikschrott
Wie die NZZ berichtete, verlegt Garmin den Firmensitz von den karibischen Cayman Inseln ins schweizerische Schaffhausen. Damit wird Schaffhausen zum nominellen Zentrum für den weltweit grössten Anbieter von Navigationsgeräten und es sind nicht nur steuerliche Gründe. Garmin plant nämlich laut Firmenchef Kevin Rauckman Zukäufe in West- und Osteuropa und dafür sei Schaffhausen mit seiner zentralen Lage ein idealer Standort. Zudem sei die Schweiz ein unternehmensfreundlicher Standort und ein weltweit respektierter Finanzplatz. Management und Produktion von Garmin werden sich aber so wie bisher weiter in den USA befinden. Dass das Europamanagement aus London nach Schaffhausen umzieht, ist wohl kurzfristig nicht zu erwarten.
    Der dänische Consulter John Strand meint nach wie vor, dass erfolgreiche Netzbetreiber eher weniger auf das iPhone setzen oder noch schlimmer: Es könnte sein, dass die Anbieter, die auf das iPhone setzen, dadurch wirtschaftlich in Nachteil geraten. In der Schweiz haben Orange und Sunrise das iPhone angekündigt, die Marktführerin Swisscom aber nicht. Neben dem iPhone ist ein anderes Lieblingskind der Massenberichterstattung ins Kreuzfeuer der Kritik geraten: Facebook und andere «Social Networks» gefährden die Datensicherheit von Unternehmen deutlich stärker als mobile Pornos, die bisher als der Hort des Bösen angesehen wurden.
    Zurück zum iPhone. Mit dem Download der aktuellen Version des iPhone-Betriebssystems erlaubt der Kunde nach einem Bericht der LA Times Apple seine Standortdaten an dritte Firmen weiterzugeben bzw. zu verkaufen. Damit will man offensichtlich die Erfolgschancen des eben gestarteten Werbesystems iAd erhöhen, denn iAd nutzt neben den interessenbezogenen Informationen über die Nutzer auch deren Standortdaten. In Zukunft soll man sich bei Apple auch von der unerwünschten Weitergabe der Daten abmelden können. Man kann allerdings die Ortungsdienste auch auf dem iPhone selbst deaktivieren. Dann wird man aber auch von Freunden nicht mehr gefunden. Der grosse Bruder wird aber nicht nur von Apple realisiert, auch Google weiss durchaus, wo sich Besitzer von Android-Handys befinden, so weit man das nicht untersagt hat. Neben GPS dienen auch die Daten beim Einbuchen in einer Mobilfunkzelle oder an WLAN-Hotspots zur Feststellung des Standorts.
    Elektronikschrott wird mehr und mehr zum Problem, auch wenn uns die Werbung anderes suggeriert. Im dritten Programm der britischen BBC lief kürzlich eine Dokumentation, die zeigte, dass selbst Elektronikschrott aus dem öffentlichen Bereich illegal seinen Weg in Entwicklungsländer findet. Konkret wurde der Weg von Elektronikschrott nach Ghana verfolgt, wo dann Kinder das teils giftige Material nach Verwertbarem durchsuchen. Dabei wäre ein solcher Export nach EU-Regeln (WEEE Directive 2007, wobei WEEE für Waste Electronic & Electrical Equipment steht) schon seit 2007 ausdrücklich verboten. Strenge Regeln und Gesetze nützen halt nirgends etwas, wenn sie nicht kontrolliert werden. Derartige Exporte sind zudem kurzsichtig. Nach einer jüngeren deutschen Studie wird den Europäern in vielen Bereichen der Nachschub an bestimmten seltenen Rohstoffen ausgehen, weil bisherige Lieferländer wie etwa China, diese Rohstoffe selber benötigen. Der einzige Weg diese Rohstoffe zu gewinnen wäre dann ein gut organisiertes Recycling. Müllhalden aus Afrika nach Europa zum Recycling zu transportieren dürfte dann zumindest teuer werden.
    Nicht mit Recycling, aber durchaus mit Umweltschutz hat der im Mai von Swisscom lancierte Green ICT Check für Unternehmen zu tun. Damit können Unternehmen kostenlos das eigene CO2- und Kosten-Einsparungspotential errechnen. Er ist auf der Homepage von Swisscom verfügbar und erweitert das bestehende Portfolio an Green ICT Produkten von Swisscom um ein weiteres Hilfsmittel. Ein derartiges Berechnungssystem hat vor allem auch den Vorteil, das auf Grund der zu erwartenden Kosteneinsparung auch Unternehmen, die nicht besonders «grün» denken, schon aus Eigennutz einen Beitrag zum Umweltschutz leisten werden. Nach dem Green ICT Check kann ein Green ICT Audit erfolgen, bei dem ermittelt wird, welchen konkreten Handlungsbedarf ein Unternehmen hat, um effizienter und umweltfreundlicher zu werden. Vor allem aber zeigt das Audit, mit welchen Massnahmen CO2 und Kosten gespart werden können. Bei einer erfolgreichen Umsetzung erhält der Kunde ein Green ICT Zertifikat, das die effektiv gesparte CO2-Menge ausweist.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-06-20: MOBILE TIMES Weekly 0360
E-Books, Spiele und Fernsehen mobil
    Nach dem Verbot der Fusion zwischen Orange und Sunrise, müssen sich beide Unternehmen etwas einfallen lassen. Bei Orange ist es - passend zur Fussball-Weltmeisterschaft - die Lancierung von Orange TV mit gleich 50 Kanälen. Im Angebot sind z. B. MCM Top, Motors TV, ORF 1, RAI Sport 1, RTL2, Sport 1, Sport Italia, Trace TV und W9. Bei Sunrise startet man mit einem Liveshopping-Portal, wo es in regelmässigen Abständen ein besonders günstiges Angebot geben soll und «es hät, solang es hät». Es gilt jeweils nur für einen begrenzten Zeitraum und ist zudem mengenmässig begrenzt. Das erste dieser «hot deal» genannten Angebote auf sunrise.ch war ein Multimediapaket, bestehend aus dem Samsung SGH-F480i + Spielkonsole Microsoft Xbox 360 Arcade mit 120 GB Festplatte + vier aktuelle Spiele (Banjoo Kazooie, Pure and Lego Batmann (2-in-1), Forza Motorsport 2) + 1 Wireless Controller um einen Franken - ja, ein Sunrise flat basic surf 24 Abo ist auch dabei.
    Spannend kann ein neues Angebot der Schweizerische Nationalbibliothek sein. Sie bietet nämlich jetzt E-Books on Demand (eBooks on Demand bzw. EOD) von Büchern, die frei von Urheberrechten sind. Die Bücher sind im Helvetica, dem Online-Katalog (OPAC) der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) zu finden. Im Helveticat nachgewiesen sind alle Monografien, Musikalien, Mikroformen, Multimedia, Karten und Atlanten, hingegen nur ein Teil der Zeitungen und Zeitschriften, die sich in der NB befinden. EOD ist ein kostenpflichtiger Dokumentlieferdienst, der die Bestellung vollständiger elektronischer Kopien von urheberrechtsfreien Büchern aus dem Zeitraum vom 17. Jahrhundert bis ungefähr 1900 ermöglicht.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-05-25: MOBILE TIMES Weekly 0359
Keine Fusion im Mobilfunk aber bei Messen
    Bekanntlich hat die Wettbewerbskommission (Weko) die Fusion zwischen Orange und Sunrise verboten. Die Reaktionen reichten von Unverständnis bei den Fusionswilligen bis zur Zufriedenheit bei den Konsumentenschützern. Einig sind sich alle Kommentatoren, dass die Weko die Fusion nur ablehnen konnte. Hätte sie zugestimmt, wäre das nur ohne Auflagen möglich gewesen, weil man sonst die Konkurrenz zur Swisscom weiter geschwächt hatte. Zwei starke Unternehmen aber hätten ein Duopol gebildet, das wohl nur wenig von einem Monopol zu unterscheiden gewesen wäre.
    Die Schweiz gehört nicht zur Euro-Zone und was den Franken betrifft versucht man auch nicht eine Abwertung zu verhindern - sondern verzweifelt eine Aufwertung zu stoppen. Dennoch wird auch in der Schweiz so manches teurer. So z. B. der Auskunftsdienst 1811. Zwar werden - so Swisscom - Auskunftsdienste über das Internet oder über Handyapplikationen immer beliebter. Im Gegenzug ginge aber die Anzahl der Anfragen bei Telefonauskunftsdiensten zurück. Dies mache eine Preisanpassung erforderlich. Per 1. Mai 2010 sind daher die Tarife für Sprach- und SMS-Abfragen erhöht worden. Die Eintrittsgebühr stieg von CHF 1.50 auf CHF 1.70; die erste Minute kostet jetzt 80 statt 70 Rappen. Nur wer länger mit der Auskunft plaudern will, zahlt nicht mehr, denn jede weitere Minute kostet wie bisher 22 Rappen. Um 25 % wurde die SMS-Abfrage auf einen Franken erhöht.
    Seit Anfang Mai gibt es mit SuisseID eine Möglichkeit des standardisierten, elektronischen Identitätsnachweises. Mit SuisseID ist sowohl eine rechtsgültige digitale Signatur gemäss schweizerischem Signaturgesetz (ZertES) wie auch eine sichere Authentisierung möglich. Es gibt vier anerkannte Anbieter in der Schweiz (Swisscom, Swisssign AG der Schweizerischen Post, Quovadis Trustlink Schweiz AG, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation Bit). Bei den Preisen ist zu beachten, dass es im ersten Jahr eine Bundessubvention von 65 Franken gibt. Die Post bzw. Swisssign bieten Post SuisseID bereits um 104 Franken an (bis Ende Jahr subventioniert 39 Franken). Inkludiert ist die Signatursoftware SwissSigner 10. Bei Quovadis kostet die SuisseID in Standardausfertigung 164 Franken (bis Ende Jahr subventioniert 99 Euro).
    Ausschliesslich an Grosskunden richtet sich das Angebot SuisseID. Diese digitalen Zertifikate von Swisscom sollen im zweiten Halbjahr 2010 zur Verfügung stehen. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation beliefert nur Kunden bei Bund und Kantonen mit SuisseIDs - Bund und Kantone sind vom Erhalt der Subventionsbeiträge ausgeschlossen.
    Die Schweizer Messelandschaft erlebt eine Neugestaltung. Nachdem schon länger die Messen Basel und Zürich zur Messe Schweiz fusioniert haben, wird nun wohl das Messe- und Kongresszentrum in Lausanne der dritte Messeplatz der Messe Schweiz bzw. MCH Group. Diese hat an die Aktionäre der Beaulieu Exploitation SA - der Betreibergesellschaft des Messe Lausanne - ein Kaufangebot gemacht und von einer überwältigenden Mehrheit der Aktionäre Aktien angedient erhalten.
    Die Schweizer Messeveranstaltern ist offensichtlich Konzentration angesagt. Nachdem die geplante ITK-Messe Community36 in Zürich abgesagt werden musste, wollen Exhibit & More sowie die Community-Veranstalter René Meier und Jacqueline Schleier unter dem Titel «Aiciti» gemeinsam eine branchen- und themenübergreifende ICT-Messe in Zürich lancieren, die erstmals vom 10. bis 12. Mai 2011 in der Messe Zürich stattfinden soll. In die Aiciti soll auch die Frühjahrsausgabe der Topsoft integriert werden.
    Die ICT-Messe, die auf kommenden Mai vorgesehen war, wurde bereits abgesagt. Von dieser Absage nicht betroffen sei der Swiss IT Academy eBusiness Kongress, welcher am 6./7. Mai durchgeführt werde.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-04-09: MOBILE TIMES Weekly 0358
Handys teurer - Festnetz billiger
    Auf die Vorreiterrolle hätten viele Schweizer gerne verzichtet: Es gibt eine Abgabe für MP3-fähige Handys und diese Abgabe ist unabhängig davon, ob man MP3 nutzt oder nicht. Sie hängt nur vom Datenspeicher des Gerätes ab. Je grösser der Speicher umso höher die Abgabe.
    Erfreulicher ist, dass der Ausbau der Glasfasernetze bis in die Wohnungen in vielen Orten mehr oder weniger vor der Tür steht. Als gängiges Modell scheint sich durchzusetzen, dass man jeweils vier Fasern verlegt, von denen eine Swisscom nutzt. Die anderen drei können von den lokalen Partner an andere Interessenten vermietet werden.
    Das BAKOM hat kürzlich eine Warnung vor «nicht konformen Mobiltelefone, die auf dem Schweizer Markt und vor allem im Internet angeboten werden» herausgegeben. Sowohl Käufer als auch Verkäufer setzen sich dem Risiko aus gebüsst zu werden, wenn diese Geräte das Mobilfunknetz stören.
    Neue Geräte werden, nach dem durch die diversen Messen wie Mobile World Congress, CTIA Wireless und CeBIT ausgelösten Boom, weiterhin relativ häufig angekündigt. Besonders bemerkenswert ist die relativ grosse Zahl an Smartphones mit dem Betriebssystem Android. Das löst inzwischen bei Netzbetreibern und Herstellern Befürchtungen einer Google-Dominanz aus. Ob man mit Android die oft als solche angesehenen Teufel Nokia (Symbian) und Microsoft (Windows) möglicher Weise durch einen Beelzebub Google (Android) ersetzt, ist für manche zu einer Überlebensfrage geworden, wenngleich Google bisher noch keine Bösartigkeiten gezeigt hat - aber die gab es ja von Nokia und Microsoft auch nicht wirklich.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-03-25: MOBILE TIMES Weekly 0357
Sieg und Niederlage für Swisscom
    Wenig begeistert zeigte man sich bei Swisscom über den Entscheid der eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), der vom Marktführer verlangt, ihren Mitbewerbern sämtliche mietleitungsfähigen Übertragungstechnologien und Ethernet-Dienste zu kostenorientierten Preisen anzubieten. Begründet wird dies mit der nach Meinung der ComCom schweizweit marktbeherrschenden Stellung von Swisscom. Die wieder ist der Meinung, dass dieser Entscheid die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht genügend berücksichtigt. Neben dem kommerziellen Angebot, das sämtliche Mietleitungstypen umfasst, bietet Swisscom ausserhalb der grossen Städte Mietleitungen mit einer Bandbreite von bis zu 2 MBit/s bereits heute zu kostenorientierten Preisen an. Die Verfügung der ComCom verlangt aber nun, dass dieses Angebot auch auf die grossen Agglomerationen wie Zürich, Bern, Genf oder Lausanne und auf alle Bandbreiten auszuweiten ist. Ausgenommen sind einzig Verbindungen zwischen Ortschaften wo Verbindungen von mindestens zwei alternativen Anbietern möglich sind.
    Bei Sunrise sieht man das naturgemäss anders und zeigt sich erfreut über den ComCom-Entscheid zu den Mietleitungen. Vor allem die rückwirkende Preissenkung um 15 bis 30 Prozent gefällt der Verfolgerin und sie erwartet ausserdem bald «kostenorientierte Angebote», was ihr wieder ermöglichen werden, insbesondere Grosskunden attraktive Angebote zu machen.
    Bei der so genannten Mobilterminierung hat dagegen Swisscom einen Erfolg erzielt, denn das Bundesverwaltungsgericht hob eine Busse gegen Swisscom auf. Die Wettbewerbskommission (Weko) hatte gegen Swisscom wegen missbräuchlicher Mobilterminierungsgebühren eine Busse von CHF 333 Millionen verhängt. Dagegen legte Swisscom Beschwerde ein und diese wurde nun vom Bundesverwaltungsgericht im Wesentlichen gut geheissen und die Busse aufgehoben. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte zwar die marktbeherrschende Stellung, sah aber keinen Missbrauch.
    Wenig Glück hat Swisscom mit Auslandsengagements. Schon bisherige Expansionsversuche endeten meist in einem Rückzug. Die aktuelle Auslandsinvestition heisst Fastweb und steht im Mittelpunkt einer Untersuchung der italienischen Behören, die dem Unternehmen Mehrwertsteuerbetrug vorwerfen.
    In Liechtenstein hat die Regierung Mitte März den Frequenzzuweisungsplan mit den technischen Anforderungen an die Funkschnittstellen in der Version 2010 genehmigt, der am 1. April 2010 in Kraft tritt und den Frequenzzuweisungsplan und die Funkschnittstellen vom 1. Januar 2009 ersetzt.
    In China bleibt auch das Mobile Internet nicht von der Zensur verschont. Wie die britische BWCS berichtet, hat es bei der letzten «Internetreinigung» in China nicht weniger als 140.000 mobile WAP-Sites erwischt, die nach Meinung der Regierung Pornographie verbreiten. Google hat inzwischen die Konsequenzen gezogen und ist aus China in die Sonderverwaltungszone Hongkong übersiedelt, wo die Gesetze nicht so streng sind.
    In Deutschland bemüht sich die Telekom die ethischen Standards im Telefongeschäft zu erhöhen und hat eine Ethikdiskussion mit Callcenter-Partnern begonnen. In die Berliner Hauptstadtrepräsentanz des Konzerns waren rund 200 Vertreter der grössten Callcenter-Betreiber in Deutschland gekommen. Allein die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, reicht der Deutschen Telekom nicht aus. Sie hat daher sämtliche Partner im Telemarketing-Geschäft dazu verpflichtet, sich vom TÜV Rheinland zertifizieren zu lassen. Mit Partnern, die die Anforderungen in Bezug auf Datenschutz und kundenfreundliches Telefonverhalten nicht erfüllen, arbeitet der Konzern nicht mehr zusammen. Die Deutsche Telekom testet derzeit zudem, Mitarbeitern von Partner-Callcentern parallel zu ihrer Arbeit Zusatzqualifizierungen anzubieten, die bis zu einem Studium führen können.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-02-16: MOBILE TIMES Weekly 0356
Einigung im Glasfaserausbau?
    Bei der ComCom ist man verhalten begeistert darüber, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Betreiber von Glasfasernetzen Gestalt annimmt. Anfang Februar gab es den fünften Runden Tisch zum Glasfaserausbau. Man stellte fest, dass die am vorherigen Runden Tisch beschlossenen Grundsätze effizient umgesetzt werden, um einen doppelten Infrastrukturbau zu vermeiden und Wettbewerb zu ermöglichen. Für den Endkunden sicher interessant ist, das sich der Grundsatz durchsetzt, dass die Netzbetreiber und nicht die Hauseigentümer die Hausinstallationskosten für FTTH bezahlen.
    Ein neues Kooperationsbeispiel kommt aus Genf wo die Industriedienste Genf (Services Industriels de Genève, SIG) und Swisscom gemeinsam am Glasfasernetz im Kanton Genf bauen wollen. Der Ausbau des Glasfasernetzes soll zeitgleich in der Stadt und im näheren Umland erfolgen. SIG und Swisscom haben den Kanton Genf für die Ausbauplanung in drei Zonen aufgeteilt. Swisscom wird das Netz in der Stadt Genf erstellen, während die SIG die grossen Nachbargemeinden erschliessen werden. Die Zusammenarbeit mit den Landgemeinden des Kantons Genf wird in einem separaten Vertrag geregelt werden, die Bauarbeiten werden aber in allen drei Zonen gleichzeitig beginnen. Jeder Partner wird über mindestens eine Glasfaser pro Wohnung verfügen. Die Glasfaserinfrastruktur wird bis zur Steckdose in den jeweiligen Wohnungen gezogen, wobei für die Verkabelung im Innern der Gebäude das Einverständnis der Eigentümer erforderlich ist. Swisscom und SIG haben bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet.
    Inzwischen hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) herausgefunden, dass Schweizer Haushalte den Festnetz-Breitbandinternet bevorzugen. Diese Feststellung geht aus einer Umfrage über den Internetanschluss und dessen Nutzung hervor, die vom BAKOM in Auftrag gegeben wurde. Die Studie zeigt auch, dass das wichtigste Kriterium bei der Wahl einer Anbieterin die Qualität der Dienstleistungen ist. Ist die Anbieterin einmal gewählt, bleiben ihr die Benutzer in der Regel treu und sind mit den erbrachten Leistungen zufrieden. Sie verfügen über sehr gute Verbindungen und nutzen das Internet intensiv, wenn auch relativ konventionell.
    In China muss Google der Realität ins Auge sehen, dass mit den chinesischen Behörden nicht so gut Kirschen essen ist, wie man das beim Champion der Suchmaschinen gedacht hat. Inzwischen geht es nämlich nicht mehr nur um die Suchmaschine selbst, sondern auch um das Betriebssystem Android. Zwei Modelle mit Android (von Motorola und Samsung), die China Unicom präsentieren wollte, wurden kurzfristig zurückgezogen. Nicht weil die Chinesen das wollten, sondern weil Google verlangte, dass auf diesen Handys alles, was mit Google zu tun hat, zu entfernen sind. Die Unterstützer von Android, die China beliefern, stehen daher jetzt vor dem Problem, mit welcher Plattform sie den gerade erst erblühenden chinesischen Smartphone-Markt attackieren sollen. Damit können sich plötzlich andere offenen Systeme wie LiMo oder Symbian Hoffnungen machen. Android kann zwar auch ohne Google verwendet werden, doch fehlt dann dafür wahrscheinlich die Motivation.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
2010-02-07: MOBILE TIMES Weekly 0355
Glasfaserkrieg vor dem Ende?
    Es scheint so, als ob sich Swisscom beim Streit darum, wer die Glasfaserkabel errichtet und betreibt weitgehend durchgesetzt hat. Schon im September 2009 konnte man verkünden, dass Swisscom und Stadt Lausanne zum Ausbau des Glasfasernetzes «eine neuartige Zusammenarbeit» praktizieren. Im Dezember wurde das «Freiburger Modell» vorgestellt. Das Pilotprojekts im Freiburger Stadtviertel Torry und in einem Teil des Dorfes Neyruz hat die Bereitstellung von Glasfasernetzen im Kanton Freiburg zum Ziel. Hier arbeiten Swisscom, Kanton und Stromerzeuger bzw. -verteiler zusammen. Das Projekt beruht auf einer offenen Infrastruktur mit einem Mehrfaser-Modell (open access). Das neue Glasfasernetz wird gemeinsam errichtet, wobei die vorhandene unterirdische Infrastruktur der Partner genutzt werden soll. Alle Haushalte und Unternehmen werden über einen Anschluss mit vier Glasfasern verfügen. Nur wenig später unterbreitete der Städteverband Swisscom-CEO Carsten Schloter die Forderung nach einer besseren Koordination beim Glasfaserbau, denn noch immer gleiche in manchen Schweizer Städten der Ausbau einem Wettlauf zwischen dem jeweiligen Stadtwerk und Swisscom. Die Städte bekennen sich zum Mehrfasermodell. Kurz vor Jahresende schloss dann Energie Wasser Bern mit Swisscom eine Grundsatzvereinbarung zum Berner Glasfasernetz: Gemeinsam wird der Ausbau des Netzes bis in die Haushalte vorangetrieben. Mit dem koordinierten Vorgehen werde der Zeitbedarf halbiert, um 90 Prozent des Stadtgebiets mit Glasfasern abzudecken. Am gleichen Tag wurde auch eine Kooperation von Energie Wasser Zürich (ewz) mit Swisscom beim Glasfaserausbau verkündet. Man habe «Eckpfeiler für gemeinsames Glasfasernetz eingeschlagen». Auch hier wird der Ausbau bis in die Haushalte und Unternehmen gemeinsam vorangetrieben. Es wird in Zürich keine parallelen Netze geben. In Zürich gab es im Februar noch eine zusätzliche Einigung zwischen Swisscom einerseits und dem HEV Schweiz und dem VZI (Vereinigung Zürcher Immobilienunternehmen): Swisscom übernimmt auch die Verkabelung innerhalb der Gebäude und damit bis in die Wohnungen der Kundinnen und Kunden. Der Glasfaseranschluss der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, die so genannte Steigzone, wird von Swisscom finanziert. Swisscom wird auch innerhalb der Gebäude vier Glasfasern pro Wohnung verlegen.
    Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden: Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bietet einen Leitfaden Mobilfunk als Hilfe für Gemeinden bei der Beurteilung von Mobilfunkantennen an. Der Leitfaden wurde von der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK, dem Schweizerischen Gemeindeverband, dem Schweizerischen Städteverband, dem Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Bundesamt für Kommunikation BAKOM sowie dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE gemeinsam erarbeitet.
    Mobilfunkkunden zahlen zu viel: Laut dem Internet-Vergleichsdienst comparis.ch bezahlen die Schweizer jährlich 1,9 Milliarden Franken zu viel fürs Telefonieren mit dem Handy. Nur gerade 4 Prozent (!) der Handykunden telefonieren tatsächlich mit dem für sie günstigsten Produkt. Dennoch geben die Kundinnen und Kunden dem eigenen Anbieter mehrheitlich gute Noten.
    Würden alle Handykunden in der Schweiz mit dem für sie günstigsten Angebot (Prepaid oder Abo) telefonieren, könnten jährlich rund 1,9 Milliarden Franken gespart werden. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Sparpotenzial zwar um 200 Millionen Franken zurückgegangen, die Summe aber immer noch riesig.
    Am zufriedensten sind laut der Untersuchung Kundinnen und Kunden, die mit Migros telefonieren. Bei einer theoretischen Bestnote von 6 kommt Migros auf 5,4. Aldi landete mit 5,2 gleich dahinter. Es folgen Yallo mit 5,2 und Swisscom mit der Note 5. Die restlichen bewerteten Anbieter weisen befriedigende (Coop, Lebara, Sunrise) oder genügende Noten (Orange, Tele2) auf. Lediglich 15 Prozent der Befragten wollen den Anbieter auf den nächstmöglichen Termin wechseln. 62 Prozent wollen beim bisherigen Anbieter bleiben.
    Von Orange wollen allerdings 27 Prozent weg, von Sunrise 21 aber von Swisscom nur acht Prozent.
    Smartphone-Trends: Wenn man sich die jüngsten Neuheiten am Smartphone-Markt ansieht, könnte man meinen, dass es keine eindeutigen Trends gibt. Die letzten zwei Wochen brachten uns ja nur wenig Neuheiten und bei den Smartphones war das ein übergrosses iPhone mit der Bezeichnung iPad, ein Android-Handy, das ein Meilenstein genannt wird und von Nokia des X6, das erstmals Symbian^1 als Betriebssystem und Benutzerschnittstelle angibt.
    Schnellere Daten: Wenngleich noch immer eine ganz überwiegende Mehrheit der Handynutzer weder an mobiler E-Mail noch am mobilen Surfen interessiert sind, sondern eher an besserer Sprachqualität und stabilen Verbindungen, gilt das Hauptaugenmerk der Industrie der schnellen Datenübertragung. Bei LTE hat man im praktischen Versuch 100 Mbit/s erreicht, HSPA erreicht inzwischen bis zu 42 Mbit/s und selbst das inzwischen geradezu biedere EDGE wurde auf ein Mbit/s gebracht. In der Schweiz ist EDGE bei Swisscom und Sunrise seit 2005 im Einsatz.
    Personalwechsel: Das Geschäft geht aber dennoch nicht besonders - oder vielleicht deshalb? - weshalb sich das Personalkarussell munter weiter dreht - auch unter der Berücksichtigung von Pensionierungen zum Jahresende ist die Zahl der Um- und Neubesetzungen, vor allem im Bereich Verkauf und Marketing, deutlich angestiegen.
    Mehr Informationen gibt es jede Woche in MOBILE TIMES Weekly, das Sie hier abonnieren können.
    Kommentare dazu
Zurück | OBEN
<< | 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | >>



MOBILE TIMES Home Letzte Überarbeitung: Mittwoch, 16. Mai 2012
© 2007-2012 by Mobile Times
Valid HTML 4.01!